Arbeiten an der Charité
Die AG Penter ist eine junge und dynamische Forschungsgruppe, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen Leukämiezellen und Immunzellen im Kontext der allogenen Stammzelltransplantation beschäftigt.
Im Zentrum unserer Forschung steht die Frage, wie T-Zellen antileukämische Immunität vermitteln und warum Leukämien dieser Immunantwort entkommen können. Wir untersuchen die Biologie, Dynamik und Spezifität antileukämischer T-Zellpopulationen und möchten verstehen, wie sich Leukämiezellen unter dem Selektionsdruck des Immunsystems verändern und Resistenzmechanismen entwickeln.
Unser langfristiges Ziel ist es, aus diesen Erkenntnissen neue zelluläre Immuntherapien abzuleiten und innovative Werkzeuge zu entwickeln, mit denen sich Immunantworten und Immunresistenz bei Blutkrebserkrankungen präzise erfassen und verfolgen lassen.
Hierfür arbeiten wir direkt mit primären Blut- und Knochenmarksproben von Patientinnen und Patienten. Unsere Forschung verbindet experimentelle Immunologie mit moderner Einzelzell-Immunogenomik und tiefgehender computergestützter Datenanalyse. Durch die Kombination dieser Ansätze können wir einzelne Immunzellklone verfolgen, ihre T-Zellrezeptoren und Antigenspezifitäten charakterisieren und deren Interaktion mit Leukämiezellen über den Krankheitsverlauf hinweg untersuchen.
Die Stelle im Überblick
Die Arbeit an dem PhD Projekt wird sich darauf konzentrieren mit Hilfe von immunogenomischen Tools minor histocompatibility Antigene (miHAs) in Empfängern von allogener Stammzelltransplantation zu identifizieren und Spender T-Zellen zu finden, die diese miHAs erkennen. Die Aufgaben umfassen im Speziellen:
- Analyse von Keimbahn whole exome sequencing Daten von Spender und Empfänger zur Identifikation von Minor-Histokompatibilitätsantigenen (miHAs)
- Expansion von T-Zellen aus peripherem Blut nach Transplantation oder aus Stammzelltransplantaten, die miHAs erkennen
- Charakterisierung und longitudinale Analyse miHA-spezifischer T-Zellen mittels Tetramer-Färbungen, Bulk-TCR-Sequenzierung und Einzelzell-TCR-Sequenzierung
- Reexpression und funktionelle Testung miHA-spezifischer T-Zellrezeptoren (TCRs)
- Identifikation geeigneter miHA-spezifischer TCRs für zukünftige klinische Studien
- Sie werden als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in beschäftigt: Nach §110 (4), Satz 3 sieht das BerlHG für wissenschaftliche Mitarbeitende eine angemessene Zeit innerhalb der Arbeitszeit für die eigene wissenschaftliche Weiterqualifikation vor.
Danach suchen wir
Wir suchen eine hochmotivierte Doktorandin bzw. einen hochmotivierten Doktoranden mit Interesse an der Kombination von Wet- und Dry-Lab-Methoden der Immunogenomik zur Untersuchung der Dynamik, Phänotypen und Spezifitäten von gegen Leukämiezellen gerichteten T-Zellen.
Ihr Profil:
- Einschlägiger fachlicher Hintergrund für das Projekt (abgeschlossenes Studium der Biowissenschaften, Biotechnologie oder Bioinformatik) sowie Erfahrung in zellbasierten Forschungsarbeiten und in der computergestützten Datenanalyse
- Selbstständige Programmierkenntnisse in R, Python, Shell oder vergleichbaren Programmiersprachen in einer UNIX-Umgebung
- Ausgeprägtes Interesse an immunologischen und tumorgenetischen Fragestellungen
- Hohe Motivation, experimentelle und computergestützte Ansätze miteinander zu verbinden
- Kritische und selbstständige Arbeitsweise sowie der Anspruch, bestehende wissenschaftliche Erkenntnisse weiterzuentwickeln
Das bringt die Charité mit
- Mitarbeit in einer vielfältigen und internationalen Forschungsgruppe mit zahlreichen nationalen und internationalen Kooperationen
- Stark translational ausgerichtetes Forschungsumfeld mit direktem Zugang zu Patientenproben
- Möglichkeit zur Aufnahme in die BSIO Graduate School
- Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme an internationalen wissenschaftlichen Konferenzen