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2 Pflegekräfte bedienen den Roboter Pepper auf der Kinderstation

Entlastung in Pflegeberufen? Das ist bei uns CHEP-Sache!

Vorteile im Überblick

Nicht nur die Pflege, alle Gesundheitsfachberufe profitieren seit Beginn des Jahres 2022 von unserem neuen Tarifvertrag. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr zum Tarifvertrag, was es mit den Charité Entlastungspunkten (CHEPs) auf sich hat und warum die neuen Regelungen so wichtig sind – für Sie, für uns und unsere Patientinnen und Patienten.

Ich will direkt zum Tarifvertrag (PDF)

Warum der neue Tarifvertrag für alle gut ist!

Unsere Gesellschaft ist auf die Gesundheitsfachberufe angewiesen – heute mehr denn je. Es ist jedoch eine Herausforderung, genügend Menschen für die so wichtigen Gesundheitsfachberufe zu begeistern – zumindest zu den aktuellen Arbeitsbedingungen. Dies führt zu unterbesetzten Schichten und macht die Arbeit auf den Stationen noch anstrengender.

Um dieses Muster zu durchbrechen, Mitarbeitende langfristig zu halten und auch den Patientinnen und Patienten die bestmöglichen Erfahrungen in einer meist sowieso schon schweren Situation zu ermöglichen, braucht es Veränderung! Gemeinsam mit ver.di und vielen Kolleginnen und Kollegen aus den Gesundheitsfachberufen wurden Maßnahmen festgelegt, um die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Der neue Tarifvertrag für die Gesundheitsfachberufe soll dazu beitragen, dass der Spaß in die sinnschaffenden, abwechslungsreichen und unverzichtbaren Gesundheitsfachberufe zurückkehrt. Dass statt Abarbeiten wieder Menschlichkeit in den Vordergrund rückt. Und dass statt von Belastungsgrenzen wieder von Traumjobs gesprochen wird. 

„Durch den Tarifvertrag und die CHEPs werden mögliche Belastungen schichtgenau dargestellt, sodass nun gezielt gegengesteuert und den Mitarbeitenden ein Ausgleich angeboten werden kann.“
Andrea S. pflegerische Stationsleitung der Kinderstation
Stationsleitung Andrea sitzt neben dem Pflegeroboter Pepper

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Die Neuerungen auf den Punkt gebracht

Entlastung: Gemeinsam statt alleine

Wer künftig in belasteten Schichten arbeitet, bekommt sogenannte Charité Entlastungspunkte (CHEPs) angerechnet. Diese CHEPs lassen sich gegen Freizeit, Geld und vieles weitere eintauschen. 

Ausbildung: Pflege mit Perspektive

Wir haben uns zu neuen Personalentwicklungskonzepten verpflichtet, um unseren Mitarbeitenden der Gesundheitsfachberufe eine Karriere mit Perspektive zu bieten. Durch drei neue Ausbildungsstationen und eine neue Lern-Intensivstation wird diese Karriere noch mehr Menschen ermöglicht. Zudem wird das Betreuungsverhältnis von unseren Praxisanleitenden zu Auszubildenden verbessert und unseren Auszubildenden bereits nach dem zweiten Lehrjahr und erfolgreicher Prüfung eine Übernahme angeboten.

Weitere Informationen zu unseren Weiterbildungsprogrammen und Vorteilen für Mitarbeiter:innen finden Sie hier: pflege-in-berlin.charite.de/ 

Unterstützung: Damit die Arbeit auf der Station bleibt

Die Arbeit mit Patientinnen und Patienten kann belasten. Darum wird nun auf allen Intensivstationen eine psychosoziale Betreuung angeboten – für die zu behandelnden Personen, aber vor allem auch für die pflegenden Mitarbeitenden. Jede und jeder kann sich vertrauensvolle Hilfe holen, um schwierige Situationen gemeinsam zu meistern.

„Die psychosoziale Betreuung durch Psycholog:innen auf den Intensivstationen können eine grundlegende und nachhaltige Entlastung für die Mitarbeitenden schaffen.“
Tom A., Intensivstationsleiter

Was ist CHEP?

Ab sofort sammeln unsere Mitarbeitenden der Gesundheitsfachberufe die neuen Charité Entlastungspunkte (CHEP), wenn sie Dienste leisten, die eine bestimmte Personalbemessung nicht erreichen oder in denen es zu Gewaltsituationen kommt. 

5 belastete Schichten = 1 CHEP = 8 Stunden Zeitwert

Das gilt so oder so ähnlich auch für die Mitarbeitenden der Wirtschafts- und Versorgungsdienste inklusive der Lagerungspflegenden, Kolleg:innen des Pflegepools und unsere Auszubildenden und Studierenden der Gesundheitsfachberufe. Die Details für die einzelnen Berufsgruppen variieren und sind im Tarifvertrag aufgeschlüsselt. Das Kleingedruckte ist auf Ihrer Seite. Machen Sie sich selbst ein Bild davon!

Wie funktioniert die CHEP-Behandlung?

Wann ist eine Schicht "belastet"?

Um festzustellen, wann eine Schicht belastet ist, arbeiten wir immer mit einer Personalbemessung beziehungsweise einem Besetzungsschlüssel. Diese Bemessung bezieht sich auf die jeweiligen Schichten, Stationen und deren Auslastung. Stimmt das festgeschriebene Verhältnis zwischen Pflegenden zu Patient:innen nicht, geht dies mir einer erhöhten Arbeitsbelastung einher und die Kolleg:innen sammeln die Entlastungspunkte. Die schichtgenauen Besetzungsregeln für alle Stationen stehen im Tarifvertrag. Dort sind auch die Sonderregelungen für Leitende vermerkt.

Wofür kann man CHEPs einsetzen?

Ein CHEP hat den Wert von acht Stunden Arbeitszeit und kann ganz individuell eingelöst werden.*

 
1. Freischichten – Füße hoch für alle, die hart arbeiten
2. Sabbatical – Aloha, Namaste oder einfach Moin: Längere bezahlte Auszeiten nehmen
3. Altersteilzeitkonto – Aufstockung des Gehalts und der Rentenversicherungsbeiträge für die spätere Altersteilzeit
4. Charité PayPass – Mit dem PayPass den Gegenwert der CHEPs ausschöpfen (Bis zur Steuerfreigrenze von 528 EUR / Jahr)
5. Erholungsbeihilfe – Wellness, Kur oder Freizeitpark: Gegenwert von CHEPs in Erholung stecken (Bis 156 EUR / Jahr)
6. Kinderbetreuungszuschuss – Steuer- und sozialversicherungsfreie Auszahlung der CHEPs für Kinderbetreuung


Werden CHEPs nicht eingelöst, werden sie ausgezahlt. Dabei bemisst sich der finanzielle Gegenwert eines CHEPs am jeweiligen Lohn.

* Aktuell sind noch nicht alle Maßnahmen verfügbar. Wir arbeiten an der Umsetzung. 

Wie werden CHEPs erfasst?

Anhand der Belegungsstatistik und der Zeiterfassung (Dienstpläne) der Mitarbeitenden werden die CHEPs gutgeschrieben. Transparenz steht dabei im Vordergrund: Die schichtgenaue Besetzung wird für die Vertretenden der Tarifvertragsparteien und für den Klinikpersonalrat über ein Dashboard einsehbar gemacht werden. Auch Mitarbeitende können verfolgen, wie viele CHEPs sie bereits gesammelt haben.

Gibt es weitere Maßnahmen?

Ja! Zum einen gibt es weitere Maßnahmen im Ausbildungsbereich, wie zum Beispiel der Zusicherung von einem Betreuungsverhältnis von 1:2 zwischen Praxisanleitenden zu Auszubildenden beziehungsweise Studierenden. Zum anderen wird es perspektivisch für die Pflegenden die freiwillige Möglichkeit geben, vergütete Stabilitätsdienste zu leisten, um Belastungssituationen auf den Stationen zu vermeiden.


Des Weiteren entwickelt die Charité ein Konzept zur Vermeidung von Gewaltsituationen. Die Maßnahmen aus dem Tarifvertrag sollen wissenschaftlich begleitet werden, um sie auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

Ab wann greifen die Maßnahmen?

Die CHEPs werden unseren Kolleg:innen der Gesundheitsfachberufe bereits gutgeschrieben. Allerdings lassen sich nicht alle der beschlossenen Maßnahmen des Tarifvertrags sowie alle Einsatzmöglichkeiten der CHEPs so schnell umsetzen. Im Tarifvertrag ist genauer definiert, wann welche Maßnahmen starten beziehungsweise wie sie angegangen werden. Im Intranet informieren wir unsere Kolleg:innen regelmäßig zum aktuellen Status.

Entlastungspunkte Charité