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Nachwuchsgruppenleitung praxisgeleitete Wissenschaftskommunikation und Public Engagement (d/w/m)

Fachgebiet
Allgemeinmedizin, Innere Medizin

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Arbeitszeit
Vollzeit

Eintrittsdatum
As soon as possible

Dauer der Anstellung
Befristet

Bewerbungsfrist
24.07.2026

Einsatzort Charité
Campus Charité Mitte; Campus Virchow-Klinikum, Wedding; Campus Benjamin Franklin, Steglitz

Kennziffer
7474

Entgeltgruppe
E15

 

Arbeiten an der Charité

Das Berlin Hub for Science and Society (BHS2) ist ein integratives Brückenprogramm des neu eingerichteten Exzellenzclusters ImmunoPreCept, das sich mit den frühen Übergängen von Gesundheit zu Krankheit im Kontext molekularer Prävention und früh im Krankheitsprozess eingreifende Medizin beschäftigt. Innerhalb dieses Clusters fördert BHS2 dabei den strukturierten und evidenzbasierten Austausch zwischen biomedizinischer Forschung und Gesellschaft.

Die Stelle im Überblick

BHS2 versteht Public Engagement sowohl als Forschungsfeld als auch als praktischen Bestandteil biomedizinischer Forschungsökosysteme. Untersucht wird, wie Beteiligungs- und Austauschformate (i) Forschungs- und Innovationsdynamiken, (ii) Kompetenzen von Forschenden sowie institutionelle Forschungskulturen, (iii) gesellschaftliche Einstellungen, gesundheitsbezogene Verhaltensweisen und Vertrauensbildung sowie (iv) politische Diskurse und evidenzbasierte Entscheidungsprozesse beeinflussen. Unsere Arbeit ist explizit praxisgeleitet und zugleich wissenschaftlich basiert: Empirische Erkenntnisse aus konkreten Beteiligungsformaten und Forschung werden in institutionelle Strategien und sektorenprägende Ansätze übersetzt.

Der Exzellenzcluster ImmunoPreCept und BHS2 laden herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ausgewiesener Expertise und international sichtbaren Leistungen in Wissenschaftskommunikation und Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft (Science Communication and Public Engagement, SCaPE) zur Bewerbung ein. Die erfolgreiche Kandidatin bzw. der erfolgreiche Kandidat wird eine unabhängige Nachwuchsgruppe mit einer klar profilierten, praxisinspirierten und empirisch fundierten Forschungsagenda im Bereich Public-Engagement-Forschung etablieren und leiten. Die Position bietet die besondere Möglichkeit, ein entstehendes Forschungsfeld an der Schnittstelle von biomedizinischer Innovation, der Beziehung Wissenschaft–Gesellschaft und institutionellem Wandel innerhalb eines dynamischen interdisziplinären Exzellenzclusters zu gestalten, das sich mit Präzisionsprävention und frühzeitiger medizinischer Intervention befasst.

Die Position umfasst sowohl wissenschaftliche Leitungsaufgaben als auch operative Verantwortung. Die Gruppenleitung wird BHS2 als anerkanntes Zentrum exzellenter praxisgeleiteter Public-Engagement-Forschung strategisch weiterentwickeln und dessen Sichtbarkeit sowie Einfluss in Wissenschaft, Politik und Praxis stärken. Darüber hinaus beinhaltet die Stelle die aktive Betreuung von Promovierenden sowie Beiträge zur Graduiertenausbildung innerhalb des Clusters.

Sie sind wissenschaftlich tätig: Nach § 110 (4), Satz 3 sieht das BerlHG für wissenschaftliche Mitarbeitende eine angemessene Zeit innerhalb der Arbeitszeit für die eigene wissenschaftliche Weiterqualifikation vor.

Danach suchen wir

Von der erfolgreichen Kandidatin bzw. dem erfolgreichen Kandidaten wird erwartet, dass sie bzw. er:

  • ein neuartiges Forschungs- und Innovationsfeld an der Schnittstelle zwischen biomedizinischer Forschung und Gesellschaft konzipiert und leitet und dabei empirische Erkenntnisse in wirkungsvolle Engagement-Praktiken und institutionelle Strategien überführt,
  • zentrale Defizite aktueller SCaPE-Praxis identifiziert, die einer belastbaren empirischen Untersuchung bedürfen,
  • ein unabhängiges und international sichtbares Forschungsprogramm zu Wissenschaft–Gesellschaft-Beziehungen, verantwortungsvoller Innovationen und Gesundheitskommunikation entwickelt, eng verbunden mit exzellenter biomedizinischer Forschung und realen gesellschaftlichen Herausforderungen;
  • ein starkes interdisziplinäres Netzwerk und eine leistungsfähige Forschungsgruppe aufbaut, insbesondere durch Kooperationen mit Forschenden innerhalb ImmunoPreCept sowie Partnerschaften mit den biomedizinischen Wissenschaften, Sozialwissenschaften, der klinischen Praxis und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure in Berlin und darüber hinaus

Forschungsprofil

ImmunoPreCept verfolgt einen Paradigmenwechsel: weg von der Behandlung manifester Erkrankungen hin zu Interventionen auf Ebene früher molekularer Veränderungen – häufig noch vor dem Auftreten klinischer Symptome. Diese Transformation wirft tiefgreifende gesellschaftliche, professionelle, ethische und epistemische Fragen auf.

Von der Gruppenleitung wird erwartet, ein Forschungsprogramm zu entwickeln, das die Herausforderungen molekularer Prävention, präsymptomatischer Interventionen sowie der Integration neuer biomedizinischer Ansätze in das Gesundheitssystem, öffentliche Diskurse und professionelle Praxis kritisch untersucht, darunter insbesondere:

  • gesellschaftliche und ethische Dimensionen molekularer Prävention, einschließlich der Aushandlung von Konzepten wie „Vorerkrankung“ („pre-disease“) und „molekularem Risiko“ sowie der Implikationen früher risikobasierter Interventionen für Autonomie, Verantwortung und klinische Entscheidungsprozesse,
  • Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation, Vertrauensbildung und Desinformation in umstrittenen biomedizinischen Feldern sowie Fragen der Integration von Präzisionsprävention in Gesundheitssysteme, einschließlich regulatorischer, klinischer und versicherungsbezogener Rahmenbedingungen,
  • gemeinsame Gestaltung und Beteiligung an biomedizinischer Innovation mit Fokus auf die Rolle von Patientinnen/ Patienten, Bürgerinnen/ Bürger und professionellen Stakeholdern sowie auf partizipative Formate, digitale Werkzeuge und Citizen-Science-Ansätze zur gesellschaftlichen Verankerung molekularer Prävention

Die Forschungsansätze können vergleichende, longitudinale, interventionsbasierte, experimentelle, diskursanalytische oder partizipative Designs umfassen. Besonders erwünscht sind reflexive und transdisziplinäre Forschungsdesigns, die Public Engagement sowohl als Forschungsgegenstand als auch als Forschungsinstrument untersuchen.

Das bringt die Charité mit

  • Förderung über 5 Jahre mit einem attraktiven Gehalt gemäß TVöD Bund/ Ost (abhängig von den persönlichen Voraussetzungen bis Entgeltgruppe EG15)
  • Personalausstattung (verhandelbar)
  • Jährliche Sachmittel
  • Möglichkeit, zentral finanzierte Doktorandinnen/ Doktoranden aus den internationalen PhD-Fellowship-Programmen von ImmunoPreCept zu rekrutieren

Informationen zur Stelle

  • Entgeltgruppe E15 TVöD VKA-K. Hier finden Sie alle Informationen zum Gehalt und Tarifvertrag
  • Die Arbeitszeit ist in Vollzeit mit 38,5 Wochenstunden
  • Die Position ist auf 5 Jahre befristet, da sie an die Projektlaufzeit gebunden ist
  • Bei uns sind 30 Tage Urlaub Standard
  • Die Bewerbungsfrist endet am: 24.07.2026
  • Kennziffer: 7474

Bewerbung

 

An der Charité sind alle willkommen, unabhängig von Alter, Religion, Geschlecht, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung, Nationalität, Behinderung, ethnischer oder sozialer Herkunft. Hier zählt jeder Mensch! Wir setzen uns für Chancengleichheit und Inklusion ein.

Aus Datenschutzgründen nehmen wir Bewerbungen ausschließlich über unser Bewerbungsportal entgegen. Der unten angegebene Kontakt steht ausschließlich für Rückfragen zur Verfügung.

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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.immunoprecept.de. Fragen zur Position und zu Entwicklungsperspektiven richten Sie bitte an: immunoprecept-career@charite.de sowie Prof. Dr. Johannes Vogel (Johannes.Vogel@mfn.berlin).

Vorteile und Leistungen

Faire Löhne und Arbeitskonditionen

An der Charité erwarten dich Tarifverträge mit fairem Gehalt, vielfältigen Zusatzleistungen und 30 Tagen Urlaub. Die aktuellen Tarifverträge und Entgelttabellen findest du hier

Interdisziplinäres Arbeiten

Wir kooperieren mit anderen Kliniken weltweit und arbeiten auch im Alltag interdisziplinär zusammen. Unsere Arbeit ist geprägt von einem kontinuierlichen Austausch untereinander. 

Stimulierendes Arbeitsumfeld

An der Charité arbeiten herausragende Kolleginnen und Kollegen. Ein optimales Umfeld für die eigene Weiterentwicklung. 

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Familie und Beruf an der Charité gut vereinen?

Die Charité ist bereits seit 2007 als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert. Wir unterstützen Eltern bei regulärer und flexibler Kinderbetreuung, bei der Betreuung in Notfällen, bei Überstunden oder bei Krankheit des Kindes und während der Ferien. Weitere Informationen hierzu gibt es unter familie.charite.de.

Für Mitarbeitende der Gesundheitsfachberufe, die ihre Arbeitszeit verkürzen oder flexibel gestalten wollen, gibt es einen familienfreundlichen Pool

 

Gibt es eine Impfpflicht an der Charité?

Das Masernschutzgesetz sieht vor, dass Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen einen Masern-Impfschutz bzw. eine Immunität nachweisen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie in der Krankenversorgung oder hinter den Kulissen tätig sind.

Eine COVID-19-Impfung ist keine Einstellungsvoraussetzung.

 

Gibt es auch die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten?

Generell bieten wir immer auch die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten. Ob und in welcher Form besprichst du am besten direkt mit deiner Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner.

 

Weitere Informationen

Datenschutzhinweise

Die Charité weist darauf hin, dass im Rahmen und zu Zwecken des Bewerbungsverfahrens an verschiedenen Stellen in der Charité (z.B. Fachbereich, Personalvertretung, Personalabteilung) personenbezogene Daten gespeichert und verarbeitet werden. Weiterhin können die Daten innerhalb des Konzerns sowie an Stellen außerhalb (z.B. Behörden) zur Wahrung berechtigter Interessen übermittelt bzw. verarbeitet werden. Mit Ihrer Bewerbung stimmen Sie unseren Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen für Bewerbungsverfahren, die Sie hier finden, zu.

Zusatzinformationen

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin trifft ihre Personalentscheidungen nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung. Die Charité strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen an und fordert Frauen daher nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bei gleichwertiger Qualifikation werden Frauen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten vorrangig berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte Bewerber:innen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt. Bei der Einstellung wird ein polizeiliches Führungszeugnis, teilweise ein erweitertes Führungszeugnis verlangt. Die Bewerbungsunterlagen können leider nur dann zurückgeschickt werden, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist. Eventuell anfallende Reisekosten können nicht erstattet werden.